Aßlar-Werdorf (hp). Thomas Le Blanc, exzellenter Kenner der Geschichte und Geschichten um Johann Wolfgang von Goethe und seine Wetzlarer Zeit, hat am Mittwochabend im Hohenlohe-Saal des Aßlarer Heimatmuseums unter der Überschrift "Wo Johann Wolfgang einst im Grase lag" kurzweilig und humorvoll über den jungen Dichterfürsten referiert und räumte gleich zu Beginn mit den träumerischen Mutmaßungen auf, Goethe könnte mit den Kameralen auch in Werdorf gewesen sein.

"Das war definitiv nicht so, Goethe lag in Garbenheim im Gras und nicht in Werdorf." Die Kameralen des Reichskammergerichts machten zwar ihre Ausflüge zur Sommerfrische auch zu dem kleinen Schlösschen im Dilltal, aber Goethe war nicht dabei. "Wir gehen heute zweieinhalb Jahrhunderte zurück in das Jahr 1772, als im Heiligen römischen Reich deutscher Nation Kaiser Joseph II. von Habsburg über 500 Territorien herrschte, in denen Fürsten den Kaiser vertraten und Wetzlar durch das Reichskammergericht, die drittwichtigste Stadt im Lande war", so Le Blanc. Die Domstadt hatte durch den 30-jährigen Krieg zwar gelitten, blühte aber rasch wieder auf, skizzierte der Referent die Hintergründe und tauchte auch sogleich in das illustre Leben des 23-jährigen Praktikanten Johann Wolfgang von Goethe ein, der das Gericht nur einmal von innen sah, als er sich dort einschrieb.

Es folgte eine Beschreibung Wetzlars mit Erläuterungen zu den heutigen baulichen Gegebenheiten und natürlich die weltbekannte Geschichte des jungen Werther, mit der Brot schneidenden Lotte. Rund 50 Zuhörer hörten gespannt den Ausführungen Le Blancs zu und spendeten eine Menge Applaus für den kurzweiligen und anschaulichen Geschichtsunterricht, der mittels Kutsche nach Volpertshausen oder per pedes nach Garbenheim die heimische Region vor dem geistigen Auge erstehen ließ. Beim nächsten Vortrag am 16. Juli wird Hobby-Geologe Paul Djalek an gleicher Stelle den heimischen Bergbau beleuchten.

Rund 50 Gäste lauschten Thomas Le Blanc und hatten mit Johann Wolfgang von Goethe ihr lehrreiches Vergnügen in authentischer Umgebung.

Quelle: Aßlar - Die Woche 25/2015

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