Der Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V. hatte am 17.01.2016 zu seiner Jahresanfangsfeier eingeladen. Bei minus 6 ° Celsius, strahlendem Sonnenschein und herrlichem Winterwetter begrüßte der Vorsitzende Erhard Peusch 37 Wanderer im Schlosshof zu einem historischen Spaziergang.

Die Jahresanfangsfeier ist der Auftakt des Vereins zu seinen jährlichen Veranstaltungen. Die Führung des Spaziergangs hatten Günter Hennig und Erhard Peusch, die auch wieder einen      „Historischen Schlossgeist“ erstellt hatten.

Diesmal führte der Weg die Bachstraße „ennap“ (hinunter), da die Bachstraße neben der Hinterstraße die älteste Straße in Werdorf ist und eine reiche Geschichte hat. Die Erläuterungen bezogen sich aber nur auf ein paar markante Gebäude und Ecken.

So wurde der Tiefbrunnen bei der Schreinerei Eckhardt besichtigt. An der Ecke Bachstraße /Hauptsstraße hat man in den 1930er Jahren zur Verbreiterung des damaligen Reichsstraße R 277 , heute B 277, einige Häuser abgebrochen. Erwähnt wurde das Gemischwarengeschäft von Friedrich Schleifer, welcher auch eine Kohlehandlung betrieb. Vorbei führte die Wanderung am „Neuen Weg“, welcher in der 1930 Jahren gebaut wurde. Eine interessante Geschichte erfuhren sie von Norbert Koch, Bewohner des Hauses Bachstraße 14, er zitierte aus einem Zeitungsartikel, den er in einer alten Bibel entdeckt hatte, welche bei dem Abbruch des alten Hauses Bachstraße 14 gefunden wurde. Dort wird beschrieben, dass das Haus das älteste Haus in Werdorf sei mit der Jahreszahl 1418 und dort habe eine Familie Schellhase gewohnt. Danach erreichten sie den „Alten Weg“, eine recht kurze Straße in der sich einmal der Gemischtwarenladen von Karl Hoffmann befand. Ihm gegenüber steht das schöne, imposante „Freundsche Haus“, ein wunderbares Backsteinhaus. Über einen schmalen Verbindungsweg  erreichte die Gruppe die Bahnhofstraße in der sich die TV Halle befindet und das Haus 10. Hier befand sich einmal eine Schreinerwerkstatt. Kurios war hier, dass sich die Werkstatt im 1. Stock des Hauses befand. Von dort ging es weiter an der ehemaligen Gaststätte „Dillstube“ vorbei bis zur Hauptstraße wo sich einst die Tankstelle und Autowerkstatt Fritz Pohl befand, der seinerzeit eine Borgward Vertretung hatte, heute eine legendäre Oltimer Marke. Den Abschluss machten die Wanderer auf dem geschichtsträchtigen Kirchhof der EV. Kirche. Dort befand sich einmal das Rathaus der Gemeinde Werdorf und die alte Schule, welche 1880 abgebrochen wurde. Berichtet wird, dass bei der Schlacht von Wetzlar ( 1786 ) auch Kämpfe in Berghausen und Werdorf stattgefunden haben und in Werdorf ein Bruder des französischen Generals Levevre gefallen ist, den man dann auf dem Kirchhof beerdigt hat.

Der Schlosskeller war schon gut besetzt als die durchgefrorenen Wanderer eintrafen. Hier konnten sie sich bei Kaffee und leckeren Kuchen aufwärmen und stärken. Bei Mundartgedichten und Mundartliedern verlebten die Heimatkundler einen gemütlichen Nachmittag. Mit einem Imbiss aus Hausmacher Wurst und Käse klang die Jahresanfangsfeier aus.

Neu: Virtueller Rundgang durch das Werdorf Schloss

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