Spinnstuben sind Orte einer sehr lebendigen dörflichen Kultur, die darauf abzielte, Arbeit und Leben miteinander zu versöhnen. Die Spinnstube wurde abwechselnd auf dem einen oder anderen Hof abgehalten, die Frauen und Mädchen spinnten, die Burschen machten Musik, oder es wurden Volkslieder gesungen, Hexen- und Gespenstergeschichten erzählt und allerlei Kurzweil dabei getrieben. Die Spinnstuben dienten nämlich nicht nur dem Broterwerb, sondern waren Nachrichtenbörsen und kritisches Forum.

Spinnstuben waren in den Wintermonaten Treffpunkte der unverheirateten Frauen: Üblicherweise traf sich ein Mädchenjahrgang, um für seine Aussteuer zu spinnen und andere Handarbeiten zu verrichten; dies diente nicht nur der Geselligkeit, sondern hatte auch ökonomische Gründe: Vor Einführung der elektrischen Beleuchtung konnten so Kienspäne, Kerzen, Öllampen sowie Heizmaterial durch die gemeinschaftliche Nutzung effizienter genutzt und damit eingespart werden.

In Petra arbeitet Ihrer Aussage zu Folge schon lange die Idee die Spinnstube vom Heimatverein wieder aufleben zu lassen. Dabei geht es ihr vor allem um die Möglichkeit sich mit anderen Handarbeitern auszutauschen, neue Inspirationen zu bekommen oder einfach mal fragen zu können, wenn man gerade nicht weiter weiß. Es gibt keine Vorgaben. Egal an was gearbeitet wird, jeder bringt sein Projekt mit. Wer möchte, kann etwas zu seiner aktuellen oder abgeschlossenen Arbeit sagen. Ziel ist es, einen ungezwungenen und offenen Kreis von Handarbeitsbegeisterten über Alters- und Geschlechtergrenzen hinweg entstehen zu lassen.

Das erste Treffen findet am Montag, den 23.10. von 19 - 21 Uhr statt. Petra freut sich schon sehr auf eine rege Beteiligung und die Ideen, welche die Teilnehmer mitbringen. Sie bittet in diesem Zusammenhang auch um aktive Mund-zu-Mund-Propaganda. Eine Mitgliedschaft im Heimatverein ist übrigens keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Initiatorin:

Petra Schwarz-Nicolai, geboren 1972, beschäftigt sich seit ihrer Mitgliedschaft im Heimatverein leidenschaftlich mit der Erhaltung alter Handwerkskünste. Neben dem Handarbeiten hat sie sich dem Druckhandwerk verschrieben.

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testimonial"Das ist Geschichte zum Anfassen und Erleben. Einfach toll für Jung und Alt."

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Das Museum ist jeden 2. und 4. Sonntag im Monat
von 14 -18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Eintritt frei.

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Sparkasse Wetzlar / IBAN:
DE04 5155 0035 0002 0850 74
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Kontakt Schlosskeller

Ansprechpartnerin für die Anmietung des Schlosskellers ist Frau Anke Fehst.
Sie erreichen sie unter der Rufnummer 0 64 43 / 36 63.

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